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Interview mit Hubert Haupt

Herr Haupt, das Thema Flächeneffizienz zieht sich wie ein roter Faden durch alle Projektentwicklungen, die sie realisieren – so auch beim Tafelhof Palais. Warum ist Ihnen das Thema so wichtig?

Es ist wichtig, dass man Flächen nutzerspezifisch anordnet und gestaltet. Bei Firmen ist es mittlerweile so, dass Mitarbeiterzahlen immer wieder stark schwanken können. Bürogebäude müssen daher so konzipiert sein, dass die Unternehmen „atmen“ können. Flexibilität ist hier gefragt. Das heißt, man muss Räume so gestalten, dass sie flexibel zu vergrößern oder zu verkleinern sind. Außerdem muss es Zentralbereiche geben, in den beispielsweise Meetings stattfinden können. Genauso wichtig sind aber auch Rückzugsorte. Das alles bedeutet Flexibilität und die führt schließlich zu mehr Effizienz. Außerdem kommt es beim Thema Effizienz auf die Inhalte an, wie zum Beispiel technische Ausstattungen, intelligente Haustechniksteuerung, effektiver Schallschutz, schnelle Internetverbindungen.

 

Neben der Flächeneffizienz liegt Ihnen die Nachhaltigkeit sehr am Herzen. Ihr NuOffice in München Schwabing erhielt bei der LEED Zertifizierung die höchste Punktzahl, die je weltweit in der Kategorie „Gebäude“ vergeben wurde und auch beim Tafelhof Palais in Nürnberg streben Sie eine LEED Gold Zertifizierung an. Worauf kommt es dabei an?

Gebäude sollten heutzutage möglichst intelligent sein. Das fängt bei den eingesetzten Baumaterialien an. Sind die recycelbar? Stammen sie aus der Region? Oder lasse ich die Natursteine aus China einfliegen? Eine wichtige Rolle spielt natürlich die Heiz- und Kühltechnik – zum Beispiel durch effiziente Solaranlagen oder durch die Integration von intelligenten Sonnenschutz-Elementen. Ein hoher Glasanteil wirkt sich sowohl im Sommer als auch im Winter eher negativ aus. Massivbau hat hier Vorteile. Immer wichtiger werden auch smarte Strom-Management-Lösungen. Wenn ein Raum nicht genutzt wird, sollten dann dort auch das Licht ausgehen. Es sind ganz viele dieser vermeintlich kleinen Bausteine, die zu einer echten Nachhaltigkeit beitragen.

 

Als Projektentwickler denken Sie langfristig. Was macht ein Projekt wie das Tafelhof Palais so zukunftsfähig?

Lage und Anbindung sind nach wie vor zwei zentrale Kriterien, wenn es um die Zukunftsfähigkeit geht. Innerstädtische Objekte in wachsenden Zentren wie München, Nürnberg oder Regensburg werden immer mehr wert, da sie in vielen Bereichen eine Zeitersparnis und damit auch ein Plus an Lebensqualität bieten. Beim Tafelhof Palais sind sowohl die Makro- als auch die Mikrolage perfekt: Die Metropolregion Nürnberg zählt zu den zehn größten Wirtschaftszentren in Deutschland und ist ein moderner Knotenpunkt des transeuropäischen Verkehrsnetzes. Auch als Einkaufs- und Messestadt hat Nürnberg große Bedeutung. Die Stadt ist zudem sehr attraktiv für Touristen. Gerade für Besucher von außerhalb bietet das direkt neben dem Bahnhof gelegene Projektareal optimale Bedingungen: Wichtige Bezugspunkte wie die Altstadt, das Opernhaus oder die Pegnitzauen sind von hier aus innerhalb weniger Minuten zu Fuß erreichbar. Diese einzigartige und unveränderliche Kombination von Lage- und Anbindungs-Qualität macht das Tafelhof Palais zu einem besonders zukunftsfähigen Projekt.

 

Wie gehen Sie grundsätzlich die Planung eines Projekts an?

Im gewerblichen Bereich kommt es vor allem darauf an, möglichst flexibel auf alle Mieteranforderungen reagieren zu können. Das bedeutet, dass wir nicht nach dem Gießkannenprinzip vorgehen, sondern uns ganz gezielt an Unternehmen wenden, die in Frage kommen und mit denen wir frühzeitig unsere Planungen konkretisieren können. Grundsätzlich achten wir darauf, Mieter zu finden, die idealerweise einen Mehrwert für andere Mieter bieten und die Wachstumspotenziale in einem Gebäude haben können.

 

Trifft das auch auf Hotels zu? Im Tafelhof Palais werden ja zwei namhafte Hotel-Betriebe angesiedelt sein.

Im Wesentlichen schon. Wir planen auch hier sehr nutzerspezifisch und arbeiten Hand-in-Hand mit den Hotelbetreibern. In der Regel sind die Mietverträge mit ca. 25 Jahren noch einmal deutlich langfristiger ans bei anderen Gewerbeobjekten. Man muss dazu sagen, dass der Hotelmarkt in Deutschland seit fünf sechs Jahren einen regelrechten Boom erlebt und Ketten inzwischen den Markt erobert haben. Attraktive Städte in Bayern werden für Reisende immer interessanter. Es ist schwer zu sagen, ob dies in den kommenden Jahren zu einem Überangebot führen wird. Umso wichtiger ist es, in die Qualität der Häuser zu investieren. Das ist uns sehr wichtig!

 

Das Tafelhof Palais schlägt eine Brücke zwischen Alt und Neu. Der Spagat zwischen der Bewahrung von bestehender Bausubstanz und Neubau war sicher auch hinsichtlich der Architektur eine besondere Herausforderung, oder?

Ja, insbesondere wenn es sich wie in Nürnberg um ein Objekt in so exponierter Lage und mit einer überaus markanten Formensprache handelt. Der Entwurf von Max Dudler greift das, wie ich meine, sehr gut auf und öffnet das Areal zur Altstadt. Das renommierte Berliner Architekturbüro hat sich bei einem Realisierungswettbewerb durchgesetzt. Solche Architektenwettbewerbe führen wir schon seit Jahren bei allen Projekten durch. Daran sind in der Regel mindestens drei bis fünf Architekturbüros und ein entsprechendes Beratungsgremium beteiligt. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Es hat sich gezeigt, dass die Qualität in allen Bereichen steigt: Design, Effizienz, Produktvielfalt. Auch die Akzeptanz erhöht sich, denn Politik, Baureferate und Öffentlichkeit sind frühzeitig eingebunden.

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Hubert Haupt Vertriebs GmbH, Südliche Münchner Str. 42b, 82031 Grünwald

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